Recruiting Kanäle: Diese 8 sollten Sie nutzen

Recruiting Kanäle: Diese 8 sollten Sie nutzen

Der Arbeitsmarkt wandelt sich. Eine Stelle ausschreiben, die Anzeige veröffentlichen und auf die Bewerbungen warten: diese Methode führt nicht mehr zwangsläuftig zu guten Bewerbern. Heute suchen potenzielle Bewerber auf unterschiedlichen Wegen und vor allem auf digitalen Kanälen nach neuen Jobs, weshalb es Zeit wird, auch die eigenen Recruiting-Strategie und ihre Kanäle zu hinterfragen.

Was ist ein Recruiting-Kanal?

Ein Recruiting-Kanal ist ein online oder offline Kanal, auf dem potentielle Mitarbeiter für ein Unternehmen identifiziert und angesprochen werden können.

Es handelt es sich hierbei um Variationen von Kommunikationskanälen aus dem klassischen Marketing, die anstelle von Kunden ausschließlich potentielle neue Mitarbeiter ansprechen soll. Zu den Recruiting-Kanälen zählen beispielsweise Anzeigen in Online-Stellenportale oder auf der firmeneigenen Karrierewebsite

In folgender Grafik ist zu erkennen, welche Kanäle für deutsche Unternehmen besonders wichtig sind.

Infografik: Wo Unternehmen neue Mitarbeiter finden | Statista

Wie zu sehen ist, können Mitarbeiterempfehlungsprogramme, die Ausschreibung auf Social Media und in Karrierenetzwerken durchaus funktionieren. Gerade der Anteil von Neueinstellungen über Social Media und Karrierenetzwerken bietet offensichtlich noch viel Potential.

Wichtig bei der Wahl des Recruiting-Kanals sind eine zielgruppengerechte Selektion und Abstimmung der Kanäle. So sollten im Vorfeld die Kanäle identifiziert werden, die im Bezug auf die Zielsetzung und Zielgruppe den maximalen Erfolg versprechen.

8 Recruiting-Kanäle im Überblick:

Recruiting-Kanäle

Für Unternehmen in der IT gilt, dass die Kommunikation möglichst einfach und online möglich sein sollte. Wenn die Ansprache nicht über das Internet stattfindet, sollte sie so zielgerichtet und spezialisiert wie möglich sein.

Im Folgenden werden die wichtigsten Recruiting-Kanäle für IT-Arbeitgeber aufgeführt.

1 . Stellenanzeigen über Jobportale

Beim verbreitetsten Kanal handelt es sich um Online-Stellenanzeigen in Jobportalen. Im Vorfeld sollte der Arbeitgeber prüfen welche Portale von der Zielgruppe genutzt werden und die Stelle z.B. auf IT Jobs spezialisierten Portalen platzieren. Diese Art des Recruiting verspricht eine große Reichweite, allerdings ist Sie auch unpersönlich und bietet hohe Streuverluste. Wichtig ist, dass die Stellenausschreibung insgesamt ansprechend und attraktiv ist und der Bewerbungsvorgang klar beschrieben und einfach umzusetzen ist.

2. Karriere-Webseite des Unternehmens

Die Karriere-Webseite des Unternehmens kann noch effektiver als Onlinestellenanzeigen sein, allerdings gilt das oftmals eher für Arbeitgeber, die mehr als 5000 Mitarbeiter beschäftigen. Eine gute, strukturierte Karriereseite, die neben den aktuellen Stellenangeboten auch interessante Informationen über das Bewerbungsverfahren und Einblicke in das Unternehmen bietet, kann viele Bewerbungen zur Folge haben. Wichtig ist, dass die Onlinebewerbung sehr einfach und unkompliziert möglich ist und die Ansicht und Benutzung auch für Mobilanwendungen optimiert ist. Eine Karriereseite im Unternehmen entfaltet ihre Effektivität allerdings zumeist erst in Kombination mit anderen Kanälen.

3. Mitarbeiterempfehlungsprogramm / Employee Advocacy

Besonders gut lassen sich neue Mitarbeiter, die der Unternehmenskultur entsprechen, über Employee Advocacy finden. Denn heute nutzen viele IT-Firmen noch immer traditionelle Mitarbeiternetzwerke. Folglich werden in einem gut funktionierenden Mitarbeiterempfehlungsprogramm vakante Stellen kommuniziert, zum Teil mit der Bitte um das Teilen im Freundes- und Bekanntenkreis. Der Vorteil für den Bewerber ist, dass er das Unternehmen schon aus Erzählungen kennt und einen direkten Kontakt hat, der Vorteil für den Arbeitgeber ist eine gewisse Vorauswahl der Kandidaten, durch die Mitarbeiter selbst. Bei erfolgreicher Einstellung eines vorgeschlagenen Bewerbers erhält der Empfehlende eine Prämie.

4. Spezialisierte Recruiting-Plattformen

Eine von vielen Recruitern oft übersehene Variante ist das Recruiting über Plattformen wie unsere, IT-Talents.

Diese bieten verschiedene Vorteile:

  • Es ist oft möglich, langfristiges Employer-Branding zu betreiben, also mögliche Mitarbeiter und Nachwuchstalente bereits vor dem Eintritt ins Arbeitsleben mit dem eigenen Unternehmen zu konfrontieren und positiv im Gedächtnis zu bleiben.
  • Es liegen detaillierte Informationen über die Fähigkeiten (Programmierkenntnisse) der möglichen Bewerber vor, wordurch effizient und spezifisch gesucht werden kann.
  • Ebenfalls sind die auf diesen Plattformen registrierten Personen entweder auf Jobsuche oder befinden sich noch vor Ihrem Berufseintritt und sind offen für Einblicke in mögliche Arbeitsfelder.

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5. Recruiting über Karriere- und Businessnetzwerke

Eine hohe Chance einen qualifizierten Mitarbeiter zu finden, bieten die bekannten Karrierenetzwerke Xing oder LinkedIn. Besonders beliebt sind sie bei passiv Suchenden, die sich über die Entwicklung bei bestimmten Unternehmen oder einem konkreten Markt auf dem Laufenden halten. Durch Netzwerkkontakte können Stellenanzeigen schneller in das Blickfeld geraten und zu einer spontanen Bewerbung motivieren. Auch die direkte Kontaktaufnahme durch Recruiter kann das Interesse wecken. Der Nachteil ist, dass viele Personen, die auf Karrierenetzwerken unterwegs sind, nicht auf der Suche nach neuen Arbeitgebern sind.

6. Soziale Medien

Soziale Medien werden auch als Recruiting-Medium immer beliebter. So ist es möglich, dass freie Stellen auf der Seite des Unternehmens gepostet werden, wodurch direkt alle Follower informiert werden. Wenn die Stellenanzeige von Mitarbeiter geteilt wird, entsteht ein Multiplikatoreffekt, welcher die Reichweite erhöhen kann.

Außerdem können durch den Einsatz personalisierter Job-Ads die Stellenangebote direkt der Zielgruppe angezeigt werden. Deshalb eignet sich dieser Kanal vor allem für eine junge und Social-Media affine Zielgruppe.

7. Recruiting-Messen

Oft werden von Schüler, Studierende und Hochschulabsolventen auch Recruiting Events genutzt, um sich über Einstiegsmöglichkeiten zu informieren. Hierbei gibt es regionale und überregionale Veranstaltungen, die sich an die unterschiedlichen Berufsgruppen richten. Unternehmen können Kontakte, die sie dort knüpfen, nutzen, um einen eigenen Talentpool aufzubauen.

8. Eigene Recruiting-Events

Zum Schluss sei noch die Möglichkeit eigener Recruiting-Events erwähnt (z.B. in Form von Hackathons!) Diese bieten für das Unternehmen eine reihe von Vorteilen: Bewerber sind bereits interessiert an dem Unternehmen, können sich detaillierte Einblicke verschaffen und das Unternehmen kann sich selbstständig und authentisch präsentieren und auf seine Alleinstellungsmerkmale aufmerksam machen. Der einzige Harken: Die Teilnehmer für solche Events müssen durch andere Kanäle erst einmal gefunden werden.

Fazit

Eine geschickt Kombination der vorgestellten Recruiting Kanäle haben, aufgrund der breiten Streuung und der großen Reichweite, das Potenzial, schnell einen geeigneten und qualifizierten Kandidaten zu finden. Denn IT-Recruting hat sich in der Zeit des Fachkräftemangels fast zu einer eigenen Marketing-Kategorie gemausert. Wichtig ist, dass ein Unternehmen bei der Entscheidung für die Kanäle ihre Zielgruppe im Blick behalten und ihre Online-Präsenz aktuell und gepflegt halten. Die Bewerbungsverfahren müssen einfach und unkompliziert sein, das gilt für Stellenportale ebenso wie für die Karriereseite und die sozialen Netzwerke.

Entscheidend für den Erfolg ist eine sinnvolle, unternehmens- und jobspezifische Auswahl und Kombination der gewählten Kanäle, die das Unternehmen richtig repräsentieren und den geeigneten Bewerberkreis ansprechen.

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