Personalmarketing in der IT: Definition und Maßnahmen

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Definition Personalmarketing

Erfolgreiches Personalmarketing soll das Unternehmen als Marke darstellen und es von anderen Unternehmen als Arbeitgeber positiv abheben.

Die Attraktivität eines Unternehmens spielt eine immer größere Rolle auf dem Arbeitsmarkt. Wegen des Fachkräftemangels reicht die Aussicht auf einen gut bezahlten Job mit vielen Sicherheiten einfach nicht mehr aus. Dies gilt besonders für den IT-Bereich.

Personalmarketing Merkzettel

Gründe für Personalmarketing (in der IT)

Wenn Arbeitnehmer sich mit dem Unternehmen zu identifizieren und das Gefühl haben für eine gute Sache zu arbeiten, steigt ihre Motivation. Mithilfe von Personalmarketing soll die Attraktivität des Unternehmens als Arbeitgeber gesteigert werden. Die Unternehmen verfolgen das Ziel, sich positiv gegenüber den Mitbewerbern zu positionieren. Herkömmliches Marketing wird auf den Personalbereich angewendet.

Wie im normalen Marketing auch muss das Unternehmen seine Dienstleistungen und Produkte für die Kunden möglichst attraktiv gestalten. Folglich sind die Kunden in diesem Fall die Mitarbeiter des Unternehmens. Der Arbeitgeber verfolgt das Ziel, seine Mitarbeiter vom Unternehmen zu überzeugen und diese langfristig an sich zu binden.

Ziele des Personalmarketings

Das Ziel von Personalmarketing ist es, das Unternehmen als Arbeitgeber-Marke zu etablieren und dafür zu sorgen, dass es sich von aus Sicht der Angestellten von anderen Unternehmen positiv abhebt.

Personalmarketing lässt sich dabei in zwei relevante Bereiche unterteilen:

Was ist internes Personalmarketing?

Bei den internen Marketing-Maßnahmen geht es vor allem darum, dafür zu sorgen, dass sich die Mitarbeiter im Unternehmen wohlfühlen. Des Weiteren stärkt es die Loyalität gegenüber dem Unternehmen. Außerdem ist es ein Ziel die Fluktuationsrate zu senken. Die Mitarbeiter sollen lange im Unternehmen arbeiten und nicht nach kurzer Zeit den Arbeitgeber wechseln. Neue Nachwuchskräfte werden über Ausbildungen und Weiterbildungen aufgebaut.

Was ist externes Personalmarketing?

Das externe Personalmarketing hat als oberstes Ziel die Gewinnung von neuen Mitarbeitern. Folglich muss der Arbeitgeber sich als Marke etablieren und positiv darstellen. Weiter sollen die Kosten für das Rekrutieren von neuen Mitarbeitern sollen gesenkt werden. Das Unternehmen versucht, seine Bekanntheit zu steigern, um dadurch sicherzustellen, dass immer genug Bewerbungen als Reserve vorhanden sind.

Maßnahmen des Personalmarketings in der IT

Personalmarketing umfasst verschiedene Instrumente und Methoden, die eingesetzt werden können.

Active Sourcing

Eine Methode ist das Active Sourcing.

Sie dient vor allem der Beschaffung von neuem Personal. Der Begriff bezeichnet alle Maßnahmen, die dazu dienen, geeignete Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt zu identifizieren. Das Unternehmen stellt Kontakte zu diesen potenziellen Mitarbeitern her und versucht diese schon während der Rekrutierungsphase an das Unternehmen zu binden.

Auf diese Weise soll verhindert werden, dass diese an die Konkurrenz abwandern, denn durch die aktive Herangehensweise lassen sich passive Bewerber frühzeitig erkennen. Active Sourcing ist allerdings sehr aufwendig und erfordert enorm viel Recherchearbeit.

Employee Advocacy

Besonders erfolgreiches Personalmarketing schafft es, dass Mitarbeiter von sich aus andere Personen für das eigene Unternehmen begeistern. Dieser Prozess ist besser als „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ bekannt und kann natürlich gezielt vom Personalmarketing forciert werden.

Hochschulmarketing

Das Hochschulmarketing dient dazu, potenzielle Arbeitnehmer zu finden und an sich zu binden. Gerade der Wettbewerb um IT-Fachkräfte findet heute oft im Umfeld von Universitäten und Fachhochschulen statt. Deshalb sollten Sie qualifiziertes Personal genau dort und vor allem dann anwerben, wann es wichtig ist: Am Anfang der Karriere.

Abgrenzung zu Employer Branding

Eine Teilaspekt des Personalmarketings ist das sogenannte Employer Branding.

Beim Employer Branding handelt es sich um den Prozess der Bildung einer Arbeitgebermarke (Employer Brand), mit dem Unternehmen versuchen, sich als attraktiven Arbeitgeber darzustellen. Hierzu werden Konzepte der Markenbildung des herkömmlichen Marketings angewendet, um sich gezielt im Arbeitsmarkt zu positionieren. Die Marketer versuchen zu beeinflussen, wie das Unternehmen als Arbeitgeber wahrgenommen wird. Die Marke als Arbeitgeber ist nicht das Gleiche wie das Image. Das Image entsteht im Laufe der Zeit primär durch die Darstellung der Medien.

Der Fachkräftemangel

Im Jahr 2019 gab es in Deutschland insgesamt 124.000 freie Stellen für Fachkräfte. Dies stellt die Marketer vor eine besondere Herausforderung.

Inzwischen ist es sogar üblich, dass sich die Unternehmen bei den Fachkräften bewerben und nicht mehr umgekehrt. Um dem entgegenzuwirken, müssen Arbeitgeber viel Zeit, Energie und Geld in das Personalmarketing investieren. Gute Stellenausschreibungen reichen heutzutage nicht mehr aus. Vielmehr müssen viele verschiedene Methoden und Maßnahmen zusammenwirken.

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