Remote Recruiting

Was ist Remote Recruiting und wie funktioniert es?

Lesezeit: 3 Minuten

In Zeiten von Corona ist Homeoffice angesagt. Gerade für zukunftsorientierte Unternehmen geht die Suche nach neuem Personal dennoch weiter. Aber wie soll ein Bewerbungsgespräch aussehen, wenn persönliche Kontakte eingeschränkt sind? Eine Möglichkeit stellt Remote Recruiting dar. Diese Methode eröffnet dabei neue Perspektiven.

Bewerbungverfahren neu gedacht

Remote Recruiting kommt aus dem Englischen und bedeutet frei übersetzt „Fern-Personalbeschaffung“. Das Recruiting läuft hierbei mit räumlichem Abstand über „Remoteanwendungen“ wie Telefon- oder Videokonferenz ab. Ein persönlicher Kontakt findet in erster Linie nicht statt. Damit stellt es gewissermaßen einen Gegenpol zu den klassischen Bewerbungsverfahren dar.

Ganz neu sind solche Verfahrensweisen nicht. Besonders Firmen, die in weit auseinanderliegenden Betriebsteilen arbeiten, setzen seit Jahrzehnten auf Remote-Kommunikation. Bereits vor der Coronakrise haben sie ihre Bewerbungsverfahren teils in ähnlicher Weise abgewickelt. Allerdings gab es in den meisten Fällen einen Punkt in Recruiting, ab dem auf eine persönliche Interaktion bestanden wurde. 

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Remote Recruiting Merkzettel
Remote Recruiting Merkzettel

Remote Recruiting – ein Zukunftsmodell?

Die aktuelle Krisenzeit, wo die Leute aufgrund der Ansteckungsgefahr zu Hause bleiben sollen (oder müssen), erfahren Verfahren wie das Remote Recruiting einen besonderen Entwicklungs- und Bedeutungsschub.

Gerade Unternehmen, die Auszubildende oder Berufsanfänger übernehmen wollen, müssen sich zwangsläufig mit „Remote Recruiting“ auseinandersetzten. Das Remote Recruiting wird gegenwärtig für sie zum Alltag und stellt eine neue Herausforderung dar. Ohne vis-à-vis, ohne dem Bewerber in die Augen zu schauen, gilt es, den/die richtige/n BewerberIn zu finden.

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Die ist kein leichtes Unterfangen, doch sehen Sie es einfach als Investition in die Zukunft. Die Corona-Krise wird irgendwann vorbei sein, aber Entwicklungen wie das vermehrte Arbeiten aus dem Homeoffice (Beispiel Twitter), und das Remote Recruiting mit all seinen technischen Möglichkeiten werden bleiben und der Berufswelt neue Perspektiven eröffnen.

Vor- und Nachteile des Remote Recruitings

Vorteile:

  • Die Bewerber sind schneller verfügbar. Lange An- und Abreisen entfallen.
  • Sie brauchen keine Reisekosten erstatten.
  • Erreichen Sie mehr Bewerber in kürzerer Zeit und kontaktieren Sie auch solche, die weniger mobil bzw. bewegungseingeschränkt sind.
  • Sie ‚besuchen‘ die Bewerber in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung. Dadurch geben sich diese natürlicher und sind seltener aufgeregt.
  • Per Videokonferenz haben Sie die Möglichkeit, gleichzeitig mehrere Kandidaten zuzuschalten. 

Nachteile:

  • Der PC und die Programme funktionieren nicht immer wie gewünscht.
  • Sie sehen den Gegenüber nur am Bildschirm und haben weniger vom Körpereindruck.
  • Unter Umständen lenken Hintergründe von der Person ab.
  • Der Bewerber sieht von Ihrer Firma nur Bilder und Videos.

So funktioniert Remote Recruiting

Video-Konferenz Beispielbild
  • Wenn Sie per Videokonferenz Livegespräche führen, suchen Sie sich bitte einen geeigneten Platz. Am besten dort, wo Sie sich gern aufhalten und keine Nebengeräusche stören. Achten Sie dabei auch auf den Hintergrund. Im Zweifel setzen Sie sich vor eine weiße Wand mit vor bzw. neben Ihnen liegenden Lichtquellen.
  • Fehlende Eindrücke von ihrer Person, der Firma und den Kollegen, können Sie durch ein lockeres Gespräch sowie eingeblendete Bilder und Videos wettmachen. Verwenden Sie in diesem Zusammenhang tunlichst kein Werbematerial und vermeiden Standardformulierungen.
  • Je entspannter Sie während des Gespräches bleiben, desto mehr erfahren Sie von Ihren Bewerbern. Schnell merken Sie, ob sie zu Ihnen passen. Vorausgesetzt natürlich, dass Sie sich nicht verzetteln und einem strukturierten Ablaufplan folgen. Überlegen Sie vorher: Was möchte ich vom Gesprächspartner wissen, wie will ich meine Firma präsentieren, was über den Job erzählen etc. Das alles wird jedoch nur funktionieren, wenn Sie die geeignete Software verwenden.
  • Bewährt haben sich Konferenztools wie Zoom, Whereby oder Bluejeans. Im Zweifelsfall können Sie gern auch auf das gute alte Skype zurückgreifen.
  • Wichtig ist nur, dass Sie Ihrem Gesprächspartner die Software samt Anleitung vorher zuschicken. Nichts ist peinlicher, wenn technische Pannen das Bewerbungsgespräch zunichtemachen. 

Chancen auf gutes Personal erhöhen

Remote Recruiting gewinn weiter an Bedeutung. Computerarbeitsplätze und Homeoffice nehmen zu und geeignete Mitarbeiter lediglich in der näheren Umgebung zu finden, wird schwieriger. Stellen Sie sich darauf ein und nutzen die Möglichkeiten, viele Bewerber ohne großen Aufwand und Kosten kennenzulernen. Ihre Chancen, gutes Personal zu bekommen, erhöhen sich dadurch um ein Vielfaches.

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