Fehler im Active Sourcing

6 häufige Fehler im Active Sourcing

Lesezeit: 4 Minuten

Beim Active Sourcing müssen Sie entscheidende Fehler vermeiden. Während Sie aktiv interessante Kandidaten für Positionen in Ihrem Unternehmen suchen und kontaktieren, dürfen Sie nicht die Übersicht verlieren. Passende Bewerberprofile und ein überschaubarer Kandidatenpool sind hierfür zentrale Voraussetzungen. Außerdem ist es wichtig, bei der langfristigen Kontaktpflege nie unpersönlich, planlos oder ungeduldig zu wirken.

Kandidaten mit dem falschen Profil

Active Sourcing scheitert nicht selten daran, dass Kandidaten mit dem falschen Profil gesucht werden. Die Suche nach Personen mit Fachkompetenzen, für die in einem Unternehmen mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Bedarf besteht, führt zur Verschwendung von Ressourcen. Wenn Sie derartige Bewerber nach einer aktiven Kontaktaufnahme ablehnen müssen, verärgern Sie zahlreiche Menschen und hinterlassen einen schlechten Eindruck.

Sie vermeiden diesen Fehler, indem Sie sich bei der Erstellung des Bewerberprofils im Detail mit den jeweiligen Fachabteilungen abstimmen. Dabei klären Sie, ob für bestimmte Aufgaben überhaupt potenzieller Personalbedarf besteht. Zugleich besprechen Sie mit den zuständigen Fachleuten im Betrieb, welche fachlichen Qualifikationen unverzichtbar sind. Dieses Fachwissen darf bei der Formulierung eines Bewerberprofils im Vergleich zu den allgemeinen Anforderungen und Leitmotiven Ihrer Firma nicht in den Hintergrund rücken.

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Ein zu großer Kandidatenpool

Wer beim Active Sourcing einen möglichst großen Kandidatenpool zusammenstellen will und dabei außergewöhnlich niedrige Anforderungen für die Aufnahme formuliert, befindet sich ebenfalls im Irrtum. Dadurch wird es in Abteilungen mit begrenzter Zeit häufig unmöglich, alle Bewerber im Blick zu behalten und im Kontakt zu bleiben. Herausragende Bewerber erkennen Sie aus diesem Grund möglicherweise sehr spät oder gar nicht. Sobald der Kreis der Kandidaten zu schnell anwächst, müssen Sie Ihre Ansprüche rechtzeitig hochschrauben. Sie erhalten somit eine überschaubare Auswahl von Bewerbern, die jeweils ein relativ hohes Niveau erreichen und während des Active Sourcings die Mühe bei einem intensiven Austausch wert sind.

Verlust des Überblicks

Wenn Sie die Informationen über Ihre Kandidaten nicht im Rahmen der zulässigen Speicherungsmöglichkeiten übersichtlich festhalten, geht der Überblick oft verloren. Solange Sie sich beim Active Sourcing im Kontakt mit mehreren Bewerbern befinden, führt diese Unübersichtlichkeit schlimmstenfalls zur Verwechslung von Personen. Wegen Missverständnissen verlieren Sie dann eventuell dauerhaft das Interesse eines potenziellen Neuzugangs.

Es gibt Softwarelösungen, die Sie bei der Verwaltung einer großen Active-Sourcing-Datenbank gut unterstützen. In einer derartigen Bewerberdatenbank tragen Sie entscheidende Schlüsselqualifikationen ein und haben die Möglichkeit, besonders überzeugenden Profilen einen priorisierten Status zu verleihen. Nachdem sich ein dringender Bedarf für bestimmte Positionen ergeben hat, filtern Sie mit der richtigen Software schnell die passenden Active-Sourcing-Kandidaten heraus. Zudem rufen Sie damit bei spontanen Rückrufen umgehend wichtige Informationen zu einer Person auf und sind vor unerwarteten Gesprächen stets vorbereitet.

Unpersönliche Kommunikation

Mit einer unpersönlichen Kommunikation handeln Sie sich im Rahmen des Active Sourcings häufig Absagen ein. Wer aktuell fest angestellt ist und eigentlich gar keinen Austausch des Arbeitgebers anstrebt, antwortet nach allgemein formulierten Anfragen oft gar nicht. Sie haben zumeist keine Chance auf außergewöhnliche Bewerber, wenn Sie bereits bei der ersten Kontaktaufnahme kaum authentisch wirken. Daher kommt es auch zumeist nicht gut an, diese Aufgabe einem unerfahrenen Praktikanten zu übertragen. Je bedeutender die Position der Ansprechpartner im Unternehmen ist, desto mehr fühlen sich Kandidaten in der Regel geschmeichelt.

In einem Anschreiben an Bewerber müssen Sie beim Active Sourcing unbedingt Ihr intensives Interesse begründen und die individuellen Eigenschaften der Person in den Text einfließen lassen. Zudem hilft die frühe Vereinbarung von Telefongesprächen und Terminen vor Ort dabei, die nachhaltige Aufmerksamkeit eines potenziellen Angestellten zu gewinnen. Es ist grundsätzlich nicht ratsam, sich ausschließlich auf Online-Kommunikation zu verlassen oder echte Gespräche beim Beginn der Active-Sourcing-Maßnahmen sogar abzulehnen.

Unklare Perspektiven

Sie dürfen es im Verlauf des Active Sourcings nie versäumen, Ihren Top-Kandidaten auf dem Weg zum Arbeitsvertrag eine klare Perspektive aufzuzeigen. Viele Bewerber nehmen Abstand, sobald der Eindruck entsteht, dass Sie auf Zeit spielen oder keinen erkennbaren Plan für Ihr Auswahlverfahren haben. Bevor Sie den Kontakt suchen, ist daher zunächst ein strukturierter Zeitablauf des eigenen Bewerbungsverfahrens unentbehrlich.

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Im Idealfall bieten Sie einem potenziellen Arbeitnehmer direkt einen Termin zum Bewerbungsgespräch an und beantworten alle Fragen zum weiteren Verlauf des Verfahrens problemlos. Zudem erwarten interessante Active-Sourcing-Kandidaten häufig Informationen zum konkreten Zeitpunkt, ab dem die Aufnahme einer neuen Tätigkeit möglich wäre.

Ungeduld

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Talente. Sie werden es Ihnen danken.

Wenn Sie mit Active Sourcing Top-Personal gewinnen wollen, dürfen Sie beim Pflegen der Kontakte nie ungeduldig agieren. Wer auf schnelle Entscheidungen und verbindliche Zusagen drängt, erreicht damit oft das Gegenteil. Bevor Sie mit Active-Sourcing-Maßnahmen beginnen, müssen Sie verinnerlichen, dass damit häufig ein sehr langer Überzeugungsprozess verbunden ist. Indem Sie durch die regelmäßige Kontaktaufnahme ein starkes Interesse erwecken und dabei nicht aufdringlich wirken, steigern Sie die Erfolgschancen erheblich. Es ist deshalb sinnvoll, den Zeitpunkt des nächsten Gesprächs immer mit dem Kandidaten abzustimmen und bei der Auswahl der bevorzugten Kommunikationsformen auf individuelle Bewerberwünsche einzugehen.

Fazit: Übersichtlichkeit und gute Kontaktpflege vermeiden viele Fehler

Detaillierte Bewerberprofile und Ansprüche auf einem ausreichend hohen Niveau sind beim Active Sourcing wichtige Voraussetzungen für die unverzichtbare Übersichtlichkeit, zu der auch Softwarelösungen mit strukturierten Datenbanken beitragen. Darüber hinaus vermeiden Sie schnelle Absagen, wenn Sie während der Kontaktpflege auf einen guten Eindruck achten. Persönliche Gespräche ohne allgemeine Standardformulierungen, das Aufzeigen klarer Perspektiven und Geduld sind entscheidende Schlüssel zum Erfolg.

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