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Was ist Guerilla Recruiting?

Lesezeit: 3 Minuten

Auf der Suche nach dem geeignetem Personal sind Recruiting-Manager gefordert. Sie setzen auf immer kreativere Methoden, um sich aus der Masse zu erheben. Gerade bei gefragten Fachkräftegruppen wie Informatikern kommen Maßnahmen aus dem sogenannten „Guerilla Recruiting“ zum Einsatz.

Worum es sich bei Guerilla Recruiting genau handelt, welche Rolle es im modernen Personalmarketing einnimmt und welche Vorteile und Gefahren es mit sich bringt, erfahren Sie im Folgenden.

Definition

Guerilla Recruiting bezeichnete innovative, oft provokative und überraschende Vermarktungsaktionen. Mit diesen lassen sich mit einem kleinen Budget und Einsatz oft große Werbeeffekte erzielen. Obwohl diese Vorgehensweise ursprünglich für Marketingzwecke entwickelt wurde, kommt das Verfahren heute auch im Rahmen der Personalgewinnung zum Einsatz. Den Begriff Guerilla Recruiting hat der US-amerikanische Marketingexperte Jay C. Levinson in den 1980er-Jahren geprägt.

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Der Begriff lehnt sich nicht grundlos an eine Kriegstaktik an. Dabei wird ein mächtiger Feind mit gezielten und überraschenden Angriffen lahmgelegt, sodass keine Zeit für die Verteidigung bleibt. Im Rahmen von Guerilla Recruiting werden oft konkrete Unternehmen gezielt „angegriffen“, um deren Mitarbeiter für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Im Gegensatz zu traditionellen Recruiting-Maßnahmen zielt Guerilla Recruiting darauf aus, die Zielgruppen extrem überraschend bzw. in einem ungewöhnlichen Kontext anzusprechen.

Guerilla Recruiting
Ein kleiner Merkzettel – auch zum abspeichern.

Die Vorteile von Guerilla Recruiting

Guerilla Recruiting zeichnet sich in erster Linie durch ein hohes Maß an Kreativität und Innovation aus. Die Effekte, die sich mit dieser Recruiting-Form erzielen lassen, sind desto größer, je innovativer und kreativer die Maßnahmen sind.

Generell lassen sich Maßnahmen mehrere Male in gleicher Weise durchführen, sie sollten dann jedoch bei unterschiedlichen Zielgruppen eingesetzt werden. Dies ist deswegen wichtig, da der Wow-Effekt schnell verfliegt, wenn die Zielgruppe bereits eine ähnliche Recruiting-Aktion erlebt hat. Aus diesem Grund ist es lohnenswert, stets das erste Unternehmen zu sein, dass eine originelle Idee aus dem Guerilla Recruiting erfolgreich umsetzt.

Ein wesentlicher Vorteil bei dieser Recruiting-Methode ist, dass Sie mit einer kreativen und effizienten Guerilla Strategie, eine hohe Aufmerksamkeit erzielen können, wodurch auch die Bewerberquote dementsprechend hoch ausfällt. Darüber hinaus bieten ein aussagekräftiges Video oder eine gute Platzierung ein sehr gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis.

Beispiele

Viele Positionen erfordern sehr spezielle Skills und Voraussetzungen. Dementsprechend geht es bei Guerilla Recruiting darum, die Zielgruppe der potenziellen Mitarbeiter möglichst genau ins Visier zu nehmen. Ein von vielen Unternehmen genutzte Methode ist es daher, originelle Plakatwerbung in direkter Nähe zu den Konkurrenten zu platzieren.

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Insbesondere in der Agentur- und der IT-Branche tobt der Kampf um Top-Talente. Aus diesem Grund präsentieren Unternehmen ihre Stellenanzeigen immer häufiger auf eine originelle und ungewöhnliche Weise. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Stellenanzeige in Form von Programmiercode zu hinterlegen, der tatsächlich nur von der anvisierten Zielgruppe von Mitarbeitern gelesen bzw. gelöst werden kann. 

Nicht ohne Risiko…

Obwohl Guerilla Recruiting-Maßnahmen mit zahlreichen Vorteilen in Verbindung stehen, gibt es auch potenzielle Gefahren.

Neben finanziellen Risiken lauern auch einige Gefahren in der Unternehmenspolitik. Falls Sie mit Ihren Guerilla Recruiting-Maßnahmen Mitarbeiter anderer Unternehmen ins Visier nehmen, sollten Sie bereits im Vorfeld kalkulieren, in welchem Maße es beispielsweise zu firmenpolitischen Konflikten führen könnte. Dies gilt insbesondere dann, wenn Sie Recruiting-Aktionen gegen Unternehmen leiten, mit denen Sie gute Beziehungen pflegen.

Der Einsatz humorvoller Elemente kann dann sinnvoll sein, wenn Sie sich sicher sein können, dass diese bei Ihrer Zielgruppe auch gut ankommen werden. Zweideutigkeiten wie beispielsweise im Rassen- oder Gender-Bereich sind im aktuellen Zeitgeist nicht mehr angemessen und können sehr schnell einen gewaltigen „Shitstorm“ auslösen, der durch soziale Medien eine enorme Reichweite erreichen kann.

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