Arbeitgeberattraktivität

Arbeitgeberattraktivität steigern & messen

Lesezeit: 3 Minuten

Die Suche nach fähigen Arbeitskräften ist in der momentanen Wirtschaftslage schwierig und der Arbeitsmarkt sehr begrenzt. Deshalb hat die Arbeitgeberattraktivität besondere Bedeutung bei der Mitarbeiterakquise. Denn nur ein attraktiver Arbeitgeber hat die Möglichkeit im „War of Talents“  zu bestehen und kompetente Beschäftigte für sich zu gewinnen. Sie lesen in diesem Artikel, was Arbeitgeberattraktivität ist, was Einfluss auf sie hat und wie Sie die Möglichkeit haben, sie zu messen und zu steigern.

Definition des Begriffes Arbeitgeberattraktivität

Man versteht unter dem Begriff „Arbeitgeberattraktivität“ die Fähigkeit eines Unternehmens, Arbeitnehmer auf dem freien Markt anzuziehen (lateinisch „attrahere“ = heranziehen“) und diese im Unternehmen zu behalten. Dies gelingt durch gutes Personalmanagement und attraktives Employer Branding (die Werbung und die Außenwahrnehmung eines Unternehmens).

Welche Faktoren haben Einfluss auf die Außenwahrnehmung eines Unternehmens?

Die Arbeitgeberattraktivität kann in zwei Kategorien unterteilt werden: harte Faktoren und (weiche) Motivatoren. 

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Dabei bezieht sich der Begriff „harte Faktoren“ auf die gute Messbarkeit der einzelnen Elemente. Zusätzlich zählen zu den harten Faktoren: Gehalt, Umfang der Sozialleistungen, Bewerbungsverfahren, Hygiene und Arbeitszeiten.

Zu den Motivatoren zählen das Arbeitsklima innerhalb des Unternehmens, Hierarchien innerhalb des Unternehmens (z.B. flache Hierarchien), eine gesunde Work-Life-Balance, ein betriebliches Gesundheitsmanagement, der Vielfältigkeitsaspekt und die damit verbundene Akzeptanz und Toleranz. 

Dabei unterscheiden sich die Interessen verschiedener Altersgruppen stark. Während ein älterer Arbeitnehmer deutlich mehr Wert auf die harten Faktoren legt, sind für junge Beschäftigte eher die weichen Faktoren, also Aspekte wie Vielfältigkeit, Work-Life-Balance und flache Hierarchien wichtig

Wie ist die Arbeitgeberattraktivität messbar? 

Es existieren verschiedene Methoden, um die Arbeitgeberattraktivität zu messen. Hier kann zwischen unternehmensinterner und -externer Attraktivität unterscheiden werden.

Die unternehmensinterne Attraktivität, so Frau PD Dr. Helga Pelizäus-Hoffmeister, ist durch die subjektive Wahrnehmung eines jeden Beschäftigten schwer zu messen. Häufig spiegeln sich laut Pelizäus-Hoffmeister die Erfahrungen des Arbeitnehmers eher unbewusst wieder. Dadurch muss die unternehmensinterne Attraktivität nicht mit dem Ausfüllen von Fragebögen oder ähnlichen empirischen Methoden herausgefunden werden. Deshalb sollte man auf indirekte Fragestellungen zurückgreifen, die dann nach den Faktoren der Sozialwissenschaft ausgewertet werden.

Dabei können Fragen nach der Familienfreundlichkeit des Unternehmens, der Entwicklungsmöglichkeiten, des Personalmanagements, des Betriebsklimas und der Vergütung relevant sein.

Auch die unternehmensexterne Attraktivität ist nicht einfach zu messen. Dabei wird auf die Außenwahrnehmung des Unternehmens geachtet, die sich in Markenvertrauen, Arbeitgeberpräferenz und den Markenauftritt des Arbeitgebers niederschlägt. Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und ein sympathisches Auftreten in der Öffentlichkeit, also subjektive Faktoren, spielen in der Außenwahrnehmung eine große Rolle.

3 Möglichkeiten zur Erhöhung Ihrer Arbeitgeberattraktivität

1. Betriebliche Gesundheitsmaßnahmen

Attraktiv wird ein Unternehmen durch einen eigenen betrieblichen Gesundheitsdienst. Umgesetzt können diese durch Fitnessstudiomitgliedschaften, eine eigene Fitnessabteilung im Unternehmen oder ähnliche Angebote zur Verbesserung der Mitarbeitergesundheit. Zum Ausdruck kommt dadurch das Interesse des Unternehmens an seinen Mitarbeitern und die Absicht, diese lange und gesund im Unternehmen zu beschäftigen

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2. Offene Kommunikation

Die Attraktivität lässt sich außerdem gut durch eine gesunde Kommunikation nach außen verbessern. Besitzt das Unternehmen viel Transparenz und einen nach außen respektvollen Umgang mit seinen Mitarbeitern, so wirkt dies zumeist positiv auf Ihre Arbeitgebermarke aus. Die offene Kommunikation zu Außenstehenden lässt sich beispielsweise sehr gut durch sogenannte „Corporate Influencer“ erreichen, die das Unternehmen auf Social Media vorstellen.

3. Zukunftsperspektiven bieten und aufzeigen

Wichtig ist für Arbeitnehmer die Aussicht auf Karriere im Unternehmen. Zeigen Sie Ihren Beschäftigten eine Zukunft in Ihrem Unternehmen auf, sind diese geneigt dazu, diese zu nutzen und bleiben gerne Angestell

Mehr über Employer Branding erfahren Sie in diesen Beiträgen:

Fazit 

Die Arbeitgeberattraktivität ist auf dem heutigen Markt ein entscheidender Faktor, Arbeitskräfte zu akquirieren und im Unternehmen zu behalten. Sie lässt sich besonders durch transparente Kommunikation, Sorge um die Mitarbeiter und das Aufzeigen von einer Zukunft im Unternehmen steigern. Je attraktiver Sie als Arbeitgeber Ihr Unternehmen gestalten, desto bessere Chancen haben Sie auf dem sich ungeheuer schnell verändernden Arbeitsmarkt.

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