EVP-Mitarbeitervorteile

Die Bedeutung der Employer Value Proposition (EVP)

Lesezeit: 3 Minuten

Welchen Wert hat das Unternehmen XY für mich? Warum sollte ich mich ausgerechnet dort bewerben? Diese Fragen stellen sich qualifizierte Bewerber heute bei der Suche nach einer neuen Stelle. Wurden vor einigen Jahren noch die Bewerber auf Herz und Nieren überprüft, stehen heute die Unternehmen selber auf dem Prüfstand. Wer gute Mitarbeiter gewinnen will, muss die Stärken des eigenen Unternehmens kennen und diese überzeugend kommunizieren. Hier kommt die Employer Value Proposition (EVP) ins Spiel.

Definition Employer Value Proposition (EVP)

Die Employer Value Proposition (EVP) gibt Antwort auf die Frage, wofür Sie als Arbeitgeber stehen und was Sie als Arbeitgeber einzigartig macht. Dieses Wertversprechen (value proposition) kann beispielsweise in einer überdurchschnittlichen Vergütung oder einer offenen Firmenkultur bestehen. Daneben spielen die Arbeitsumgebung, Karrierechancen und die Sicherheit am Arbeitsplatz eine Rolle. Die EVP ist die Summe an Angeboten und Vorteilen, die ein Unternehmen einem potentiellen Mitarbeiter bietet. 

Employer Value Proposition (EVP) Merkblatt
Merkzettel: Employer Value Proposition (EVP) (Download)

Die Wichtigkeit der EVP

Bedingt durch den zunehmenden Fachkräftemangel hat sich der Arbeitsmarkt in den letzten zehn Jahren stark verändert. Unternehmen müssen heute um die Gunst der Kandidaten werben. Qualifizierte Bewerber haben oft die Auswahl zwischen mehreren Arbeitgebern.

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Unternehmen, die sich gut präsentieren und ihre Vorteile für die jeweilige Zielgruppe herausstellen, haben deutlich bessere Chancen, interessierte Kandidaten für sich zu gewinnen. Eine Employer Value Proposition ist daher von essentieller Bedeutung für das Recruiting. Der Arbeitsplatzsuchende muss das Gefühl bekommen, dass das Arbeiten in dem beworbenen Unternehmen mit zahlreichen Vorteilen verbunden ist.

Die Elemente der EVP

Insbesondere die folgenden Elemente der EVP sind für Bewerber von Bedeutung:

Die Vergütung:

Eine überdurchschnittliche Entlohnung sorgt für eine positive Grundeinstellung der Bewerber, darf jedoch nicht das einzige Alleinstellungsmerkmal des Unternehmens sein.

Die Arbeitsumgebung:

Hinsichtlich der Arbeitsumgebung können Unternehmen mit hochwertig ausgestatteten Arbeitsplätzen punkten, mit einem Getränke- und Obstangebot und mit der Möglichkeit, im Home Office zu arbeiten.

Die Unternehmenskultur:

Bewerber wollen sich im Idealfall mit den Werten identifizieren, für die das Unternehmen steht, insbesondere wenn sie eine längerfristige Anstellung anstreben.

Die Karrierechancen:

Bei den meisten Bewerbern spielen zusätzlich die Karrierechancen eine Rolle. Bewerber interessieren sich für ihre Aufstiegsmöglichkeiten, Weiterbildungsmöglichkeiten und Förderungsangebote.

Die Mitarbeiter-Gesundheit:

Da Arbeitnehmer sehr viel Lebenszeit im Unternehmen verbringen, möchten sie sich dort auch in puncto Gesundheit gut aufgehoben fühlen. Um sich hier positiv von anderen Arbeitgebern abzuheben, helfen z.B. besonders ergonomische Arbeitsgestaltung, Möglichkeiten zur Abwechslung und Bewegung, elektrisch verstellbare Stehtische oder Angebote für eine gesunde Ernährung.

Die Arbeitsplatz-Sicherheit:

Nicht zu vernachlässigen sind die Bereiche der Arbeitsplatz-Sicherheit. Es sollte selbstverständlich sein, dass alle notwendigen Maßnahmen erfüllt sind, um jederzeit die Gesundheit der Mitarbeiter garantieren zu können. Positiv hervorheben können Sie sich hier, indem Sie über die branchenüblichen Standards hinaus gehen und zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen einführen.

Möglichkeiten zur Messung der EVP

In Form eines Fragebogens oder mithilfe von Interviews können Unternehmen ihre Mitarbeiter direkt befragen, wie sie das Unternehmen bewerten. Warum haben sie sich für das Unternehmen entschieden haben? Warum arbeiten sie gerne in dem Unternehmen? Welche Punkte gefallen ihnen vielleicht weniger und mit welchen Argumenten würden Sie das Unternehmen einem Bekannten weiterempfehlen.

Auf Basis der Befragung lassen sich wertvolle Erkenntnisse zu den Stärken und Schwächen des eigenen Unternehmens gewinnen. Wird Ihr Angebot den Bedürfnissen der Bewerber gerecht? Für den Arbeitgeber sind vor allem diejenigen Faktoren der EVP relevant, die für seine Zielgruppe von besonderem Wert sind. 

Die Stärkung der eigenen EVP

Nur wenn ein Unternehmen als Arbeitgeber attraktiv ist, kann es qualifizierte Mitarbeiter gewinnen. Unternehmen können ihre eigene EVP verbessern, indem sie ihre Wettbewerbsvorteile hervorheben.

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Dazu müssen sie ihr Employer Branding (Arbeitgebermarkenbildung) für die Arbeitsplatzsuchenden optimieren, indem sie sich als attraktiven Arbeitgeber darstellen und sich vom Wettbewerb abgrenzen. Durch ein Employer Branding werden Mitarbeiter über eine Arbeitgebermarke gebunden.

Falls bei der Mitarbeiterbefragung nicht nur Positives, sondern auch Mängel genannt wurden, müssen Sie diese Mängel beheben.

Analysieren Sie auch andere Unternehmen aus der Branche. Wie präsentieren sich diese Unternehmen potentiellen Bewerbern und Mitarbeitern? Bieten Sie etwas, das die anderen Arbeitgeber nicht bieten! Wenn beispielsweise andere Unternehmen eine steile Karriere versprechen und ein steigendes Gehalt, bieten Sie ein flexibles Arbeitszeitmodell und viel Raum für Selbstentfaltung.

Fazit

Der Fachkräftemangel hat dazu geführt, dass sich Unternehmen heutzutage von ihrer besten Seite müssen, um gezielt qualifizierte Mitarbeiter anzusprechen. Eine Employer Value Proposition spielt daher eine essentielle Rolle für das Recruiting. Unternehmen müssen gegenüber Bewerbern sichtbar machen, was sie von konkurrierenden Unternehmen abhebt. Die Stärkung der eigenen EVP muss an den wesentlichen Wünschen der Zielgruppe ausgerichtet sein.

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