Recruiting-Trends: Diese 4 sollten Sie nicht verpassen

Recruiting-Trends

Die Einstellung von Talenten ist sehr transaktionsorientiert geworden. Die Kandidatensuche ist teilweise mühsam und das wiederholende Screening kann in irgendwann ineffizient werden. Die hier vorgestellten Recruiting-Trends zeigen hingegen neue Möglichkeiten in der Personalbeschaffung auf. Die meisten davon konzentrieren sich den menschlichen sowie den strategischen Teil.

Recruiting Trends Merkzettel

Welche Trends im IT-Recruiting gibt es?

Wir möchten Ihnen vier Trends näher bringen, die das IT-Recuriting in diesem Jahr bestimmt haben.

1. Vielfältige Teams

IT-Recruiter sehen heute Vielfalt der Kandidaten als wichtigsten Trend. Heutzutage ist Vielfalt direkt mit der Unternehmenskultur und der Leistungsfähigkeit verbunden. Vielfältige Teams gelten als produktiver, innovativer und engagierter.

Der demografische Wandel diversifiziert unsere Gesellschaft weiter und schrumpft die Talentpools für Unternehmen zusammen. Aus dieser Perspektive bietet es sich für Unternehmen an, international aufgestellt zu sein, um somit für Arbeitnehmer aus aller Welt attraktiv zu sein.

Auch Ihr Unternehmen kann immens von internationalen oder kulturell vielfältigen Team profitieren: Wenn Sie viele Geschäftsbeziehungen ins Ausland pflegen, ist Ihnen der Wert eines native speakers, der auch die Kultur und Höflichkeitssitten der Geschäftspartner kennt, schon bekannt.

2. Neue Interviewtools

Traditionelle Jobinterviews haben sich vielerorts als ineffektive Methode erwiesen, um Kandidaten zu verstehen. Sie können u.U. sogar kontraproduktiv sein und zu weniger optimalen Entscheidungen führen.

Zum Beispiel sind attraktive und charismatische Befragte nicht unbedingt leistungsfähiger, aber wir gehen unbewusst davon aus, dass sie es sind. In traditionellen Bewerbungsgesprächen resultiert dies zu einer der Situation geschuldeten eingeschränkten Fähigkeit zur Bewertung von Soft Skills. Es ist schwierig, die Schwächen eines Kandidaten zu bewerten oder z.B. eine Desorganisation zu erkennen, indem man sich einfach mit ihm unterhält.

Moderne Interviewtools sind:

  1. Soft-Skills-Assessments
    • Diese messen Eigenschaften wie Teamarbeit und Neugier und geben zu einem früheren Zeitpunkt im Prozess ein ganzheitlicheres Bild der Kandidaten. Solche Beurteilungen führen zu einer größeren Vielfalt der Kandidaten und einem besseren Verständnis ihrer Talente.
  2. Bezahlen für Arbeitsproben bei einem Vorstellungstermin
    • So können Sie die Fähigkeiten in Aktion beobachten und bewerten.
  3. Außergewöhnliche Situationen schaffen
    • Interviews während einer Mahlzeit können einen einzigartigen Einblick auf den Charakter eines Kandidaten bieten. Ein berühmtes Beispiel ist der CEO von Charles Schwab, der die Kandidaten zum Mittagessen einlädt und das Restaurant auffordert, ihre Bestellungen absichtlich zu verderben. Es gibt viele Unternehmen, die dieses Konzept kreativ umsetzen. Dies ist natürlich keine Aufforderung, potentiellen Kandidaten verdorbenes Essen aufzutischen.
  4. Virtual Reality (VR)
    • Das Eintauchen der Kandidaten in eine simulierte 3-D-Umgebungen, um ihre Fähigkeiten auf standardisierte Weise zu testen. Arbeitgeber haben mit dieser Methode hervorragende Ergebnisse erzielt, wenn es darum geht, Vorurteile abzubauen und Kandidaten zu gewinnen.
  5. Video-Interviews
    • Diese können aufgezeichnet oder live übertragen werden und helfen dabei, in kürzerer Zeit einen größeren Talentpool zu erschließen und dennoch aussagekräftige Eindrücke über den Charakter und die Kreativität eines Bewerbers zu erhalten.

3. Daten: die neue Währung für Unternehmen

Talentakquise war schon immer eine Aufgabe mit menschlichem Charakter und wird es immer bleiben. Aber heutzutage ist es auch ein Beruf im Umgang mit Zahlen. Untersuchungen zeigen, dass die meisten IT-Recruiter und Personalverantwortlichen zunehmend Daten für die Personalbeschaffung nutzen.

Datenanalyse im Recruiting ist kein neues Konzept. Neu ist jedoch die Menge der verfügbaren Daten und die Geschwindigkeit, mit der sie analysiert werden können. Außerdem können die Daten genutzt werden, um Einstellungsergebnisse vorherzusagen und nicht nur zu verfolgen. Auch ist neu, dass mit den Daten Algorithmen gefüttert werden können, um intelligentere Rekrutierungsentscheidungen zu treffen.

Die anspruchsvollsten IT-Recruiter stellen alle Daten zusammen, die sie benötigen, um Talente optimal einzuschätzen und im Wettbewerb um die besten IT-Talente bestehen zu können. Genauso wie Unternehmen eine Social-Media-Strategie oder eine Event-Strategie haben, haben sie jetzt auch eine Talent Intelligence-Strategie.

Daten bieten auch IT-Recruitern eine fantastische Möglichkeit, ihre Rolle als Talentprofi zu stärken. Wenn alle anderen ihre Meinung darüber äußern, wen sie einstellen sollen, wie und wo sie einstellen sollen, können sie auf die Fakten hinweisen.

4. Künstliche Intelligenz

Künstliche Intelligenz, oder kurz KI, gilt, wie fast überall, auch im IT-Recruiting als ein Hoffnungsträger, der sich auf die Art und Weise, wie Unternehmen Mitarbeiter einstellen, auswirkt. Es handelt sich um einen Trend, von dem viele sprechen, aber nur sehr wenige Unternehmen oder Fachleute setzen KI im Recruiting bisher um.

Dabei hat die KI bereits ihren Platz in der Rekrutierung eingenommen und wird wahrscheinlich auch in Zukunft weitere repetitive Aspekte der Recruiting-Arbeit übernehmen. Beispielsweise gibt es bereits Software, mit der sich die Suche nach Kandidaten weitgehend automatisieren lässt und schnell Interessenten gefunden werden können, die bestimmten Kriterien entsprechen. Natürlich benötigt jeder Algorithmus dafür einen Datengrundlage, welche größeren Unternehmen oftmals in Form eines Talentpools zur Verfügung steht.

Andere Technologien können dabei helfen, diese Kandidaten zu überprüfen, bevor IT-Recruiter Kontakt zu ihnen aufnehmen. Beispielsweise können Chatbots bereits direkt auf Fragen von Kandidaten antworten und diese an die richtige Adresse weiterleiten.

Wenn Sie die verschieden Möglichkeiten der KI kombinieren, kann die Zeitersparnis enorm sein. Für die komplexeren Aspekte der Arbeit, wie das Bewerten oder Interviewen von Kandidaten, wird KI derzeit noch als weniger hilfreich angesehen.

Fazit

Unternehmen sollten sich auch im IT-Recruiting auf ihr Kerngeschäft konzentrieren und die Aufgaben der Personalbeschaffung an interne oder externe Spezialisten delegieren. Durch das Fachwissen und die Expertise der IT-Recruiter können geeignete Kandidaten frühzeitig erkannt oder verworfen werden, bevor das Unternehmen selbst Bewerbungsgespräche führt.

Können IT-Recruiter bald von Technologien ersetzt werden? Algorithmen können die Arbeit sicherlich vereinfachen. Aber KI wird auch auf mittlere Sicht nicht die persönliche Arbeit und Kontakt in der Talentakquise ersetzen. Die vier hier vorgestellten Trends im IT-Recruiting sind nur der Anfang dessen, was in den nächsten Jahren im IT-Recruiting für den HR-Bereich zu erwarten ist. Neue Tools im Interviewprozess helfen, Top-Talente schneller zu finden. Behalten Sie zudem die Daten im Auge. Bringen Sie Vielfalt in Ihr Unternehmen, damit diese das Wachstum fördern kann.

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