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Employer Brandig Strategie: Eine Anleitung

Lesezeit: 4 Minuten

Gut qualifiziertes Personal ist im sogenannten „War for Talents“ derzeit hart umkämpft. Dies liegt daran, dass die personellen Ressourcen den Schlüssel zum unternehmerischen Erfolg darstellen und es wenig gutes, verfügbares Fachpersonal gibt. Um neues Personal zu gewinnen oder neues anzuwerben, ist eine Employer Branding Strategie ratsam.

Definition: Was ist eine Employer Branding Strategie?

Die Employer Branding Strategie wird von Unternehmen eingeführt, um die Ziele des Employer Branding in einem geordneten und langfristig angelegten Plan messbar und umsetzbar zu machen. Die Marketingstrategie sollte gezielt eine Arbeitgebermarke kreieren, die sowohl extern, als auch intern sinnvoll kommuniziert.

Beim Employer Branding geht es darum, sich als starker Arbeitgeber auf dem Markt zu platzieren, qualifizierte Bewerber auf das Unternehmen aufmerksam zu machen und vorhandenes Personal zu halten. Dies schaffen Sie, indem Sie Mitarbeiter emotional an das Unternehmen binden.

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Leitfaden in 10 Schritten

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Wir haben 10 Schritte ausgearbeitet, an denen Sie sich bei Ihrer Employer-Branding-Strategie orientieren können.

  1. Situationsanalyse

    Bevor Sie beginnen eine Strategie zu definieren, wird ermittelt, wo Sie derzeit stehen. Wenden Sie bereits Maßnahmen an? Können diese verbessert werden? Dann schauen Sie, welche Zielgruppe angesprochen werden soll. Suchen Sie vor allem Auszubildende, Berufseinsteiger oder hoch-qualifiziertes Fachpersonal? Jede dieser Gruppen hat einen anderen Hintergrund sowie eine andere Lebenswelt.

    Dementsprechend legen sie bei der Jobsuche auf unterschiedliche Dinge wert. Gegebenenfalls nutzen sie außerdem die Kommunikationskanäle anders. Die Strategie muss also auf die anvisierte Zielgruppe angepasst werden, um Streuverluste zu vermeiden und Interesse wecken zu können.

  2. Mehrwerte erkennen

    Nun wird analysiert, was das Unternehmen der Zielgruppe bieten kann: Worin sind Sie einzigartig? Welchen Mehrwert schaffen Sie für Ihre Mitarbeiter?

  3. Ziele festlegen

    Wie bei jeder guten Marketing-Strategie sollten Sie natürlich ihr Vorhaben mit harten Zahlen messbar machen. Suchen Sie die für ihr Unternehmen elementaren KPIs heraus und halten Sie ihre Ziele schriftlich und möglichst präzise fest. Hängen Sie sich die wichtigsten Kennzahlen in Ihrem Büro auf, so das sie täglich an ihre Vorhaben erinnert werden.

  4. Image festlegen

    Nachdem Sie wissen wohin Sie möchten, können Sie überlegen welches Image Sie verkörpern möchten. Diese Image sollte zu Ihrer Unternehmenskultur und Branche passen und auf Ihre Ziele angepasst sein.

  5. Botschaften und Inhalte festlegen

    Steht also das Image aus der vorherigen Phase, geht es darum, die Botschaften zu formulieren. Überlegen Sie sich prägende Slogan’s und Wordings, die konsequent verwendet werden sollen. Berücksichtigen Sie dabei Ihre bisherigen Erkennisse.

    Elemente, die in dieser Kommunikation häufig eingesetzt werden, sind Unternehmensvorteile (wie Mitarbeiterrabatte, Sonderkonditionen, Arbeitszeitmodelle, mehr Urlaub als gesetzlich vorgeschrieben, Work-Life Balance, Altersvorsorge etc.), Schulungen, Weiterentwicklungen, sichere Arbeitsplätze, soziale oder ökologische Aktivitäten und so weiter. Zusätzlich sollten die Unternehmenswerte kommuniziert werden.

    Seien Sie dabei unbedingt ehrlich, denn spätestens, wenn der neue Mitarbeiter seinen Dienst beginnt, werden ihm Beschönigungen bewusst und das Vertrauen wird nachhaltig beschädigt.

    Durch Befragung der aktuellen Mitarbeiter nach deren Zufriedenheit und Verbesserungsvorschlägen können durch die Erkenntnisse die Mitarbeiter so geschult werden, die Vorteile der Firma an Freunde in der Branche weiterzugeben, wodurch sich das Employer Branding organisch verteilt. (Stichwort: Employee Advocacy)

  6. Kanäle festlegen

    Sie sollten sich natürlich auch genau überlegen, auf welchen Kanälen Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen können. Inzwischen spielt die Onlinepräsenz und Social Media bei der Kommunikation eine entscheidende Rolle. Es kann sich dabei um große Plattformen wie Facebook und LinkedIn, relevante Plattformen wie IT-Talents oder den firmeneigenen Blog bzw. die Karriereseite handeln. Weiterhin sind Kanäle aus dem Hochschulmarketing wie Broschüren, Infostände an der Hochschule oder Firmen-Events möglich, um die jungen Nachwuchskräfte anzusprechen.

  7. Maßnahmen festlegen

    Als nächstes sollten sie planen, wie die Inhalte an Ihre Zielgruppe kommuniziert werden können. Dabei sollten die Maßnahmen sollten aufeinander abgestimmt sein und die gleichen Inhalte transportieren. Widersprechen sich beispielsweise interne und externe Kommunikation, wirkt das Ihr Unternehmen schnell unglaubwürdig.

    Dies kann beispielsweise über Social Media erfolgen. Viele Unternehmen schalten hier Werbung und sind in Gruppen der Standortstadt oder themenspezifischen Gruppen aktiv. Auf den Unternehmensseiten der sozialen Medien, haben Sie die Möglichkeit über aktuelle Erfolge und den Besonderheiten des Unternehmens zu berichten.

    Besonders positiv wirkt es, wenn einzelne Mitarbeiter des Unternehmens vorgestellt und einbezogen werden. Die Mitarbeiter können über Ihren Alltag berichten und darüber, was sie am Unternehmen schätzen. So wird eine persönliche Beziehung zum potenziellen Bewerber aufgebaut und das Unternehmen wirkt glaubhaft.

    Außerdem können aktuelle Jobs gepostet sowie Imagefilme veröffentlicht werden und Interessenten können über Social Media direkt zu Ihnen Kontakt aufnehmen.

    Social Media überzeugt zusätzlich dadurch, dass der Einsatz verhältnismäßig preiswert ist. Vernachlässigen jedoch nicht den zeitlichen Aufwand, der für qualifizierte Beiträge aufgebracht werden sollte.

    Neben dieser Maßnahme können Sie an Messen teilnehmen, mit Schulen oder Universitäten gemeinsam an Projekten arbeiten und sich durch ein besonders nutzerfreundliches oder innovatives Bewerbermanagement hervorheben.

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  8. Umsetzung

    Im Anschluss werden die Pläne umgesetzt.

  9. Recruiting: Talente kontaktieren

    An dieser Stelle verläuft die Schwelle zum Recruiting fließend. Es sollte jetzt darum gehen, die Talente zu kontaktieren und hoffentlich einzustellen.

    Besonders wichtig ist es, die Kontakte nach Ihren Erfahrungen und Gefühlen zum Prozess zu befragen und wieder von vorne zu starten und die Kampagnen anzupassen und weiter zu optimieren.

  10. Evaluation

    Zuletzt folgt die Auswertung der Maßnahmen. Achten Sie darauf, dass die Ergebnisse den jeweilige Kanälen und Maßnahmen zurechenbar sind. So ist es nicht nur wichtig, wie viele Stellen durch Ihre Maßnahmen besetzt werden konnten oder wie stark der Branding Effekt in Ihrer Zielgruppe war, sondern vor allem, welche Kanäle und Maßnahmen zum Erfolg führten. Dadurch können Sie in der nächsten Periode gezielt die Maßnahmen forcieren, die besonders gut funktionieren.

Fazit

Es gibt eine Reihe an Möglichkeiten, um eine starke Arbeitgebermarke aufzubauen. Ein Patentrezept für gutes Gelingen gibt es jedoch nicht. Welche Strategie die Beste ist, hängt vom Unternehmen, den Werten und der sonstigen Strategie ab. Prinzipiell lässt sich jedoch festhalten, dass sich Tools wie die Einbindung von Social Media derzeit bewähren und daher empfehlenswert sind.

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