Fachkräftemangel

Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel (in der IT-Branche)

Lesezeit: 4 Minuten

Das Mitarbeiter in der IT-Branche besonders begehrt sind, sollten für die meisten Menschen und Unternehmen keine Überraschung mehr sein. Über den aktuellen Stand des Fachkräftemangels in der IT-Branche berichten wir in einem anderen Beitrag bereits ausführlich.

In diesem Beitrag soll es um 8 konkrete Maßnahmen gehen, mit welchen Sie einen Fachkräftemangel in Ihrem Unternehmen vorbeugen können. Dazu haben wir verschiedene Strategien und Maßnahman zusammengetragen, die sie z. T. direkt umsetzten können.

1. Infrastruktur und ambitionierte Projekte anbieten

Um den IT-Fachkräftemangel wirksam anzugehen, müssen Sie Ihre informationstechnologische Strategie komplett überdenken.

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IT-Spezialisten möchten ein herausforderndes Umfeld vorfinden; eine digitale Spielwiese mit Entwicklungsmöglichkeiten. Deshalb gilt es, einen interessanten Tech-Stack und spannende Enwicklungs- sowie Entfaltungsmöglichkeiten für ITler zu bieten.

Wenn ein Unternehmen verstaubte physische Server in einem noch mehr verstaubten Serverraum vorweist, in dem der IT’ler arbeiten soll, wird das keine Begeisterungsstürme in der Zielgruppe entfachen. Eine moderne Infrastruktur mit aktuellen, ambitionierten Projekten hingegen schon. 

Eine Möglichkeit, um wirklich ambitionierte Programmierer abzuholen und ihnen spannende Projekte anzubieten, ist das Initiieren eines Programmierwettbewerbes.

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2. Employer Branding als langfristige Maßnahme

Justieren Sie Ihre Zeitschiene im E-Recruiting neu. Die Suche darf nicht erst starten, wenn der zusätzliche IT-Bedarf entstanden ist, sondern schon lange zuvor.

Der Kontakt zu Ihren potenziellen IT-Experten muss frühzeitig aufgebaut und über die Jahre gehalten werden. Diese Maßnahmen wird oft mit dem Begriff Employer Branding zusammengefasst. Kontakte zu den Ausbildungsstätten und Universitäten sind eine Möglichkeit. Entsprechende langfristige unternehmerische Aktivitäten in Netzwerken und Plattformen, in denen sich IT-Kräfte digital bewegen, sind heute ebenfalls notwendig.

3. Rückmeldung einholen

Achten Sie darauf, wie Ihr Unternehmen auf Bewerber und Interessenten wirkt. Befragen Sie regelmäßig die Gäste bei Kundenbesuchen oder Bewerbungsgesprächen nach deren Einschätzung.

So erkennen Sie, ob Sie so gesehen werden, wie Sie sich das vorgestellt und vorgenommen haben. Arbeiten Sie aktiv am Eindruck, den Ihr Unternehmen auf die Menschen außerhalb ihrer Firmen-Sphäre hinterlässt – stärken Sie die Unternehmensmarke! Das Stichwort ist auch hier: Employer Branding.

4. Werben sie speziell um weibliche IT-Fachkräfte

Gehen Sie gezielt neue Wege. Während in der Vergangenheit Männer die IT-Szene geprägt haben, kommt heute auch verstärkt das weibliche Geschlecht zu den Bits und Bytes. Ergreifen Sie die Chance und richten Sie Ihr Unternehmen danach aus.

Zielen Sie auf weibliche Fachkräfte ab; nehmen Sie beispielsweise an der Girl’s-Day-Kampagne teil und erzeugen Sie somit feminine Aufmerksamkeit.

Frauen in der IT
Weibliche IT-Kräfte sind immer häufiger anzutreffen und eine echte Chance für IT-Unternehmen

5. Stellen verstärkt überregional ausschreiben & ausländische IT-Fachkräfte berücksichtigen

Auch kann der gezielte Fokus auf ausländische Fachkräfte eine Option sein. Richten Sie sich hierfür international aus und bieten Sie Deutschkurse sowie Unterstützung bei den behördlichen Hürdenläufen an. Seien Sie bei allen Maßnahmen kreativ und schaffen Sie Mehrwert und Nutzen für die Zielgruppe.

6. Alternative Beschäftigungsformen: Freelancer gegen den Fachkräftemangel

Selbst zur herkömmlichen Stellenbesetzung gibt es Alternativen. Setzen Sie für (temporäre) Standardaufgaben Freelancer oder externe Dienstleister ein. Hier hat sich in den vergangenen Jahren ein großer Markt mit hochspezialisierten Experten gebildet. Die IT-Aufgaben sind so vielschichtig geworden, dass der Einsatz von Expertenwissen oft im Vergleich zum Standardwissen eines eigenen IT-Mitarbeiters effektiver sein kann. 

7. Entwicklen Sie Talente von früh auf

Auch kann es eine Alternative sein, junge und vergleichsweise unerfahrene IT-Kräfte selbst auszubilden oder anzustellen und im Unternehmen on-the-job gezielt zu entwickeln. Der zeitlichen Investition für das Unternehmen steht dann aber erst zu einem späteren Zeitpunkt ein Benefit entgegen. 

Versuchen Sie, dass die IT-Talente sich bereits früh mit Ihrem Unternehmen identifizieren können. Dies erleichtert den späteren Recruiting-Prozess enorm, Sie sind der Konkurrenz einen Schritt voraus.

Auch hier eignet sich ein Programmierwettbewerb, um früh in Kontakt mit wirklich ambitionierten und fähigen IT’lern zu kommen und dem Fachkräftemangel zu entgehen. Dieser Kontakt muss natürlich aufrecht erhalten werden, um das Talent in einem Mitarbeiter zu verwandeln.

8. Bieten Sie besondere Unterstützungen an, z.B. IT-Stipendien

Wenn Sie Ihr Personal bei der Wohnungssuche und bei der Integration in den Alltag unterstützen, können Sie Mitarbeiter locken, die sonst nicht den Weg zu Ihnen gefunden hätten. Eine Möglichkeit wäre es für neue Kollegen Mentoren bereitzustellen, die Neueinsteiger aus anderen Regionen begleiten. Besonders für neue Mitarbeiter, die aus dem Ausland kommen und sich noch in der neuen Umgebung zurecht finden müssen, kann diese Maßnahme sehr lukrativ sein.

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